Vereinshaus Ferienwoche vom 24.07. - 28.07.2017

Sommerferienspiele im Vereinshaus

Das diesjährige Ferienangebot des Vereinshauses stand unter dem Zeichen von Altbewährtem und Erneuerungen. Bereits im Juni fand dazu eine Planungsrunde statt, in der bekannte Aktionen aufgegriffen und neue Ideen entwickelt wurden. Unter den insgesamt 16 Anmeldungen (zwischen 8 und 14 Jahren) waren neben der neuen Fachkraft noch weitere Neuteilnehmer hier aus Ostritz, aber auch aus dem Görlitzer Raum. Die „alten Kinder- und Helferhasen“ führten voller Herzblut alle Neulinge in die bereits zur Ostritzer Tradition gewordene Veranstaltung ein.

Voller Eifer und mit viel Sonnenschein machte sich die Gruppe am ersten Tag auf, zu einer Schatzsuche in die Wälder südlich von Ostritz. Gestartet wurde am Dreifaltigkeitsbrunnen im Kloster Marienthal. Zuerst erfolgte eine Einweisung in den Umgang mit den Geo-Cache Geräten. Viele Rätsel und Wissenswertes zur regionalen Geschichte trugen dazu bei, dass die Kinder bei der Geo-Caching-Tour fast nie ihr Ziel verfehlten. Es ging über Stock und Stein, Anhöhen und scheinbar undurchdringliches Brombeergestrüpp musste bezwungen werden. Leider wurde der letzte Cache vor dem Mittagessen nicht gefunden, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Aufgrund der knurrenden Mägen beendeten wir vorerst die Suche und begaben uns schnaufend direkt zum Punkt neuer Koordinaten.

Ziel war eine kleine Blockhütte am Waldrand. Nach dem Essen verging die Zeit bei gemeinsamen Schnitzen, Knüppelkuchen backen am Lagerfeuer, sowie Spiel und Spaß recht schnell.
Auf dem Rückweg zum Kloster sollte ein letzter Cache noch einmal für Aufregung sorgen. Er machte uns auf einen Schatz aufmerksam, der in der Gegend des Siegfriedbrunnens verborgen sein musste. Unter großen Jubel und Geschrei wurde der Schatz gefunden und geborgen. Die Überraschung bestand nicht nur aus Süssigkeiten, sondern auch aus einem Spielgerät welches unter Kindern momentan heiss begehrt ist.
Nicht nur der Hund – der uns an diesem Tag ein treuer Begleiter war – sondern auch die Kinder müssen wohl an dem Abend einen tiefen Schlaf gehabt haben.

Auch der Dienstag sollte von der Natur und Tieren handeln. So machte sich die Gruppe mit dem Bus auf nach Zittau in den Weinau-Tierpark. Die Wolken ließen wir hinter uns und nach einer Erkundung der verschiedenen Gehege, der Stärkung im Käferhaus, gab es viel Arbeit für die Sprosse. Schweine wurden gebürstet, Hinterlassenschaften zusammengerecht (die Jungs haben das ganz von sich aus gemacht) und den Ziegen im Streichelgehege das Abfressen des Laubs der umstehenden Bäume ermöglicht.
Der Nachmittag stand ganz im Zeichen des Stachelschweines. Frau Schwetz vom Weinau-Tierpark erzählte uns viel Wissenswertes zum Stachelschwein, bevor wir uns spielerisch mit der Verhaltensweise dieses Nagetieres beschäftigten.

Der Besuch der Futterküche und das Zurechtmachen des Futters für die Stachelschweine war eine kalte Angelegenheit, denn wir durften den begehbaren Kühlraum betreten. Erstaunt waren wir, wie viel Platz in so einem Raum ist. Wie wir spielerisch lernten, finden diese Nager Äpfel so gut wie wir Schokolade oder Eis.
Hilfe bei der Fütterung bekamen dann noch die Loris durch uns, was sich als eine sehr laute Angelegenheit herausstellte. Überfallartig nahmen die possierlichen Tierchen die dargereichten Futterbecher mit dem dünnen Fruchtbrei in Besitz. Viel zu schnell ging die schöne Zeit vorbei. Zum Schluss mussten wir uns sogar noch ein wenig beeilen, den Zug nach Ostritz pünktlich zu erreichen.

Das Thema Essen kam auch am Donnerstag auf uns zu. Bevor wir uns mit den Fahrrädern zum Reiterhof aufmachten, gab es wieder einen kleinen Arbeitseinsatz für die Kids. Die Pizzazutaten wurden früh noch schnell geschnippelt. Dann ging es los. Am Reiterhof angekommen teilte sich die Gruppe, sodass die Mädchen in Ruhe reiten konnten und die Jungs sich auf dem Bolzplatz auspowerten.
Geplant war, den Nachmittag im MEWA-Bad ausklingen zu lassen. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung und die Tore blieben an dem Tag geschlossen. Nach der selbst zubereiteten Pizza fand im Vereinshaus ein Kreativ- und Entspannungsnachmittag statt. Vor allem die jungen Damen kamen wieder zum Zuge und stellten für sich aber auch für ihre Muttis Schmuck her. Die Herren nutzten diese Zeit für eine Verdauungspause. Bei Schach- und anderen Brettspielen konnte auch noch ein Film geschaut werden.

Bereits ein Tag zuvor, also am Mittwoch, war eine Reise ins Kino angesagt, um einen Film zu verschlingen. Reise war in dem Fall eine Radtour, welche eigentlich jedes Jahr stattfinden sollte, die aber in den letzten Jahren wegen schlechtem Wetter ins Wasser fiel. Über Dittersbach und Neundorf führte uns die Tour nach Großhennersdorf in das Kunstkino.
Dank der familiären Unterstützung wurde eine Reifenpanne der jüngsten Teilnehmerin relativ schnell behoben, sodass alle bis zum Schluss durchradelten. Die Radtour von insgesamt 34 km bewältigten tapfer und Zähne zusammenbeißend auch die Kleinsten der Truppe (4 Kinder waren 8 Jahre alt). Nur die gelben Westen hoben sich von den roten Köpfen mit den roten Tomatenmündern (Mittagessen: Nudeln mit Tomatensoße) ab.

Die Woche sollte mit der vielleicht aufregendsten Aktion, einer Schlauchbootfahrt auf der Neiße enden. Die Wetterbedingungen, die wir bis dahin hatten (tagsüber trocken – nachts immer wieder Regen), sorgte dafür, dass der Wasserpegel der Neiße Tage zuvor anstieg, aber auf ein erträgliches Maß zurückging. Nach mehrfacher Rücksprache mit dem Veranstalter Engemann in Rosenthal, wurde uns mitgeteilt, dass gestartet werden könnte. Einige Eltern äußerten ihre Bedenken zu dem Vorhaben, sodass wir uns entschlossen eine Alternative zu wählen und diesen Ausflug in eine andere Ferienwoche (wenn das Wetter passt) zu verschieben.
Sportlich sollte der Freitag dennoch ausklingen, von einer erneuten Wanderung war aber keiner so recht zu überzeugen. Also hieß es überlegen und telefonieren. Die Lösung war Bowlen in Zittau. Die Eltern übernahmen den Transport und somit wurde der Wochenendbeginn doch noch ein Stückweit versüßt und bleibt hoffentlich noch lange in den Köpfen aller die halfen, teilnahmen, mitfieberten und Muskelkater hatten.

Einen großen Dank für diese tolle und fröhliche Ferienwoche gilt dem Waldbesitzer Herrn von Rotenhan für die Nutzung der Waldhütte, Doris vom Tierpark Zittau für die Angebote, den ehrenamtlichen Helfern des Kunstkinos, dem Team von Basita und dem Westparkcenter in Zittau, die trotz baulicher Maßnahmen schnell auf unser Anliegen eingingen. Zuletzt noch einen besonderen Dank an die MitarbeiterIinnen des Vereinshauses und deren Hilfe bei der frisch zubereitenden Verpflegung und dem Transport zu den verschiedenen Mittagsstationen. Weiter noch einmal unser Bedauern zu der kurzfristigen Absage der Schlauchboottour und dank für das Verständnis, aber aufgehoben ist nur verschoben. Die Tour wird nachgeholt.