Natur-Erlebnistage 2018 vom 08.10. - 11.10.2018

Die Herbstferien begannen und wieder fanden – nun schon in alter Tradition – die Natur-Erlebnistage des Vereinshauses statt. An 4 Tagen standen allerlei Aktionen auf dem Programm.

In die Woche starteten wir am Montag mit dem Waldtag. Die Bewegung in der freien Natur ist ein Garant dafür, daß sich die Kinder untereinander besser kennen lernen (unterschiedliche Schulen bzw. Altersstufen müssen berücksichtigt werden). Bei ausgezeichnetem Wetter brachen wir nach dem Treffen im Klosterhof zu unserem “Basislager”, der kleinen Jagdhütte in der ehemaligen Klaus-Gärtnerei am Bergfrieden auf. Durch das Neissetal ging es in Richtung Lehrpfad, um dann über einen Querweg die Höhen zu überwinden.
Nachdem wir an der Hütte angekommen waren, wurden Bänke und Tische sowie der Grill aufgebaut. Den Vormittag verbrachten wir mit einem Suchspiel, wobei verschiedenste Gegenstände – die für den Wald typisch sind, oder aber auch nicht in den Wald gehören – gefunden werden sollten.

Die Kinder vollbrachten die Aufgabe mit Bravour, wobei einige so clever waren, dass am Ende sogar Kreativpunkte vergeben wurden.
Wieso? - werden sich jetzt einige fragen.
Nun ganz einfach – einer der Gegenstände die gefunden werden sollten, war ein Knochen. Es wäre ein Glücksfall gewesen wenn die Kinder einen Knochen gefunden hätten, aber eine Gruppe kam auf die Idee, einen Frosch der Ihren Weg querte, einzufangen.
Die Erklärung dazu war plausibel – Frosch hat Knochen – anschließend wurde das Tier wieder in die Freiheit entlassen. Die durch dieses Spiel gesammelten Punkte konnten anschließend in kleine Preise eingetauscht werden.
Nach dem Mittagessen – es gab eine leckere Nudelsuppe – konnten die Kinder bei freiem Spiel den Wald erkunden.

Als Sie zurückkehrten bruzzelten schon leckere Kartoffelpuffer über dem Grill. Mit Zucker und Apfelmus waren sie ein wahrer Gaumenschmaus.
Der restliche Nachmittag war der Kreativität gewidmet. Unter Anleitung von Sandra wurden Waldgeister gebastelt. Aus simplen Astgabeln, Farbe und Bast erblickten hier “Pillepalle”, “Naftaly” und andere “Monster” das Licht ihres Waldgeisterlebens.
Wieder einmal verging der Tag im Wald viel zu schnell, so dass wir – nun schon als normal zu betrachten – zu spät im Kloster ankamen.
Bedanken möchten wir uns auf diesem Wege bei der Familie von Rotenhan für die finanzielle Unterstützung bei der Kinder- und Jugendarbeit des Vereinshauses, sowie bei Förster Jantzen, der es uns seit Jahren ermöglicht, die Jagdhütte für unsere Aktivitäten zu nutzen.

Der Dienstag stand unter dem Motto “Zu Gast bei Freunden”. Heute stand eine Fahrt mit dem Bus nach Tschechien auf dem Programm. Eine kleine Wassermühle in Oparno war unser Ziel.
Der Tag fing mit einem Schreck an, da der Bus 45 Minuten später kam als geplant war, weil er an einem anderen Punkt auf uns wartete. 8:45 Uhr ging die Fahrt dann doch los, über Zittau, einer kurzen Strecke über Polen, fuhren wir dann auf tschechischem Gebiet der Elbe entgegen. Impossante Burgen, Schlösser, Berge, Felsenketten hätten wir sehen können, wenn der dichte Nebel nicht gewesen wäre. In Děčín überquerten wir die Elbe und von nun an ging es immer an der Elbe entlang bis nach Ústí nad Labem. Von hier fuhren wir weiter in das Landesinnere, bis wir gegen 11:15 Uhr in Oparno ankamen.

Nach einem kurzem Fußmarsch durch die idyllische Landschaft wurden wir von der Mühlenbesitzerin Helena und unserer späteren Kursleiterin Birgit auf das Freundlichste empfangen.
Nach der Begrüßung starteten wir zu einem Rundgang durch die Mühle, wo den Kindern das Prinzip der Wassermühle bzw. der Mehlerzeugung plausibel erklärt wurde. An einem kleinen Handmühlstein konnten sich die Kinder davon überzeugen, wieviel Energie notwendig ist, um das Mehl für ein Brot zu erzeugen. Auf einem kleinen Wasserspielplatz unweit der Mühle waren alle Elemente, die zum Antrieb einer Wassermühle benötigt werden, aufgebaut und konnten spielerisch genutzt werden. Die Besitzer der Mühle haben mit viel Engagement und Enthusiasmus dazu beigetragen ein Denkmal aus Zeiten des Mittelalters vor dem Verfall zu retten und zu restaurieren.
Nach der Führung war es aber Zeit für das Mittagessen – es gab Spaghetti Bolognese – die Allen gut schmeckte. Wer dann noch Hunger verspürte konnte ihn mit hausgebackenen Küchlein stillen.
Gestärkt gingen wir dann zu unserer Kursleiterin Birgit, die uns an Modelversuchen erläuterte wie früher Farben hergestellt bzw. gemischt wurden. So erfuhren wir, dass die Farben aus 3 Hauptteilen bestanden. Ein Bestandteil war die Flüssigkeit – meistens in Form von Wasser. Ein zweiter Teil war das Bindemittel, z.B. in Wasser aufgelöstes Harz, oder aber – heute in jedem Kühlschrank vorzufinden – Eigelb, oder Quark.

Der dritte und teuerste Bestandteil waren die Farbpigmente, hergestellt aus seltenen bzw. weniger seltenen Erden oder Steinen, die zu Pulver zermahlen wurden. Unter fachkundiger Leitung konnten die Kinder selbst Farben mischen, herstellen und zu Papier bringen.
Zum Abschluss unseres Aufenthaltes bestiegen wir noch einen der umliegenden Berge, wo verwitterte Grundmauern von der ehemaligen Existenz einer Burg zeugten. Der Ausblick in das umliegende Hügelland muß bei Fernsicht phänomenal sein, leider machten uns hier letzte Nebelschwaden einen Strich durch die Rechnung.
Nun war es aber Zeit, um an die Heimfahrt zudenken. Nach der Verabschiedung von unseren Gastgebern bestiegen wir den Bus und die Rückreise begann. Da sich die Nebelschwaden des Vormittags nun gänzlich aufgelöst hatten, konnten wir bei der Fahrt entlang der Elbe, bzw. durch das böhmische Bergland, die Landschaft voll genießen. Kurz nach 18:00 Uhr konnten die Eltern ihre Kinder auf dem Ostritzer Markt wohlbehalten in Empfang nehmen.

Bedanken möchten wir uns auf diesem Weg bei den Mitarbeitern des Hauses „Domino“ in Zittau, ohne deren Angebot diese Fahrt nicht möglich gewesen wäre. Weiterhin geht unser Dank an Helena, Mitbesitzerin der Mühle, Birgit, der Kursleiterin vom Umweltzentrum Dresden, sowie dem tschechischen Busfahrer, der uns sicher an das Ziel und auch wieder nach Hause gebracht hat.
Am Mittwoch standen Spiel und Spass im Vordergrund. Den Vormittag nutzten wir zu einem Besuch der örtlichen Kegelbahn im Brauhaus. Herr Alexander Junge stellte sie zur Verfügung, wofür wir uns auf diesem Weg noch einmal bedanken möchten. Jeder konnte für sich entscheiden mit was er besser zurecht kam – Bowling oder Asphalt.
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Egal ob groß oder klein, jeder hatte seine Anfangsschwierigkeiten, aber von Wurf zu Wurf waren Fortschritte erkennbar, so daß doch noch ein Wettbewerb starten konnte, bei dem der „olympische Gedanke“ im Vordergrund stand – „Dabei sein ist alles“. Das Mittagessen wurde im Hof des Vereinshauses eingenommen. Es gab Spirellis mit einem leckerem Gulasch. Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof. Wir fuhren mit dem Zug nach Görlitz. Ziel war ein kleines Kino im Haus „Camillo“ in der Nähe der Altstadtbrücke. Nach einem 15 minütigem Fußmarsch wurden wir bereits vom Personal erwartet. Gezeigt wurde der Film „Trommelbauch“ der zum einen recht spaßig war, aber auch zum Nachdenken anregen sollte. Nach dem Film ging es zurück zum Bahnhof, wo wir nicht lange auf den Zug warten mußten. Mit der Ankunft in Ostritz ging der 3. Tag zu Ende.

Der Donnerstag war der letzte Tag im Rahmen der Natur-Erlebnistage. Wie geplant fuhren wir mit dem Zug nach Zittau um wenig später die Weiterreise nach Liberec anzutreten. Tagesziel war das IQ-Land in der nordböhmischen Kreisstadt. Spielerisch und experimentell werden den Besuchern Vorgänge aus dem Leben, der Physik, der Chemie und anderen Wissenschaften nahegebracht. Alle Attraktionen hier aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Was aber sicher in den Köpfen der Kinder hängengeblieben ist, wäre zum einen, das Auto welches mit Hebelkraft emporgezogen werden kann und zum anderem die Riesenrutsche aus dem oberen Stockwerk bis in das Erdgeschoss.
Gegen 16:00 traten wir wieder die Heimreise an, womit 4 schöne Tage, ausgerichtet durch das Vereinshaus, zu Ende gingen